Ten Lakes Tour 2015

LIFE mit Stefan Eduard Krenn & Christoph Joham und der Start der #tenlakestour 


Wie jedes Jahr zur Urlaubszeit möchte man etwas unternehmen. Wie auch bald jedes Jahr, haben nicht immer alle zur selben Zeit Urlaub, geschweige denn, das Wetter macht mit (was im letzten Jahr wirklich schlecht war). Doch wir haben uns etwas ausgedacht, dass schnell umsetzbar, lustig, interessant und auch noch Heimatverbunden ist: Die Ten Lakes Tour!

Ziel war es, eine Route durch Kärnten zu fahren, an der wir an so viel wie möglich Seen vorbei kommen, hineinspringen und gleich wieder weiter fahren. Zeit- und Kostentechnisch natürlich schnell und gratis. Wie zu erwarten, ist das in Kärnten nicht so schwer, auch das Wetter hat mitgespielt und so starteten wir im Lavanttal, auf dem Weg zu unserem ersten See, dem Klopeinersee. Vor uns lagen etwa 10 Stunden, 400 Kilometer, ein wildes Gewitter, 10 verschiedene Gewässer und etliche weitere Seen, die wir passiert haben. Die jeweiligen Überschriften sind Links zu den Seen auf Google Maps!

Ein Video sagt noch mehr als tausend Bilder:

Station 1: Der Klopeinersee um 10:15

Der Klopeinersee ist so etwas wie unser Haussee, wir kennen und lieben ihn. Das Wasser ist angenehm temperiert, dennoch bleibt er das ganze Jahr über sauber und klar. Wie immer, betreten wir ihn über die Südseite, da wo früher ein Baum mit einem Seil stand an dem man sich ins Wasser schwingen konnte ist heute ein Weg, von dem man ohne weiteres ins Wasser gelangt. Die erste Abkühlung – da hatten wir bereits den Völkermarkter Stausee passiert und wir ließen gleich noch den Turnersee, den Gösselsdorfer See sowie den Sonnegger See links liegen.

Klopeinersee


Station 2: Der Freibacher Stausee um 11:00 Uhr

Etwas versteckt und auf über 700 Meter, kommen wir zum einzigen künstlichen See unserer Tour: Den Freibacher Stausee. Die Umgebung ist wunderschön und unverbaut, offenbar ist er sehr beliebt bei Fischern und Touristen, die ihre Ruhe wollen. Beim ersten Kontakt mit dem Wasser wird einem gleich klar, dass der See und sein wunderschönes Wasser ganz schön kalt ist. Was sein muss, muss sein – im Angesicht irritierter Touristen springt man hinein. Leider konnten wir nicht raus finden welche Temperatur er tatsächlich hatte. Erfrischend und schön, versteckt und ruhig.

FreibachPano


Station 3: Keutschacher See um 12:00 Uhr

Nachdem wir die Drau wieder querten, versuchten wir unser Glück beim Rauschelesee – kurzfristig kamen wir aber nicht ins Wasser. Also der nächste See auf der Liste, gleich ein paar Kilometer weiter: Der Keutschacher See. An nackten Tischtennisspieler war erkennbar, dass hier FKK betrieben wird. Der See war an der Südseite gut erreichbar, hatte jedoch eine komische Schicht weißen Schaum am Ufer. Dennoch rein und raus – ein vergessener Ball sorgte noch für etwas Spaß und der nächste See wird den Schaum schon wegwaschen.

Keutschach


Station 4: Der Wörthersee um 12:30 Uhr

Da ich erwartete, dass der Wörthersee zu groß und andererseits zu verbaut ist um schnell mal wo hinein zu springen, suchte ich vorweg einen Platz und fand ihn wiederum auf der Südseite, in der Teixlbucht. Dort fuhren wir jedoch vorbei, fanden eine Parkbucht neben der Straße und konnten von einer kleinen Straßenbrücke ins herrliche Wasser springen. Hier waren wir auch nicht alleine, wieder gab es starrende Touristen in Form eines dickeren Kindes. Es war sehr schön, die steigende Hitze sorgte noch dafür, dass es eine willkommene Abkühlung wurde.

WoertherPano


Station 5: Der Faaker See um 13:30 Uhr

Wieder südlich von der Drau – nachdem wir in Velden Mittagessen eingekauft hatten – was am Tag nach der Fete Blanche war, weshalb man ungewöhnlich viele weiß gekleidete Menschen mit Leberkässemmel am Porsche lehnen sah – parkten wir wieder direkt an der Straße und sprangen nach einem kurzen Plausch mit zwei Touristinnen von einem Brückengeländer. Das Wasser war nicht nur wunderschön türkis, sondern hatte auch eine wunderbare – nicht zu warm und nicht zu kalte – Temperatur. Aus dem Grund haben wir auch etwas mehr Zeit dort verbracht, etwas schwimmen und genießen. Doch das war erste die Hälfte der Seen und gerade mal ein knappes Drittel der Strecke.

FaakPano


Station 6: Der Weißensee um 15:45 Uhr

An der beinahe anderen Seite Kärnten`s angekommen, trafen wir auf knappen 950 Metern Seehöhe auf den Weißensee. Davor versuchten wir eine knappe Viertelstunde in den Presseggersee hinein zu kommen, doch dieser war sehr verbaut und auch sonst schwer erreichbar. Doch auch der Weißensee ist nicht gerade naturbelassen – die Nordseite ist gesäumt von Liegeplätzen der Häuser und von Privaten, die Südseite ist an sich sehr offen, doch seltener Schilffrei. Man muss hier erst bei etwa ein Meter tiefen Wasser durch Schlamm am Boden waten, bis man ins Tiefe kommt. Überraschenderweise war der See nicht so kalt wie erwartet. Überraschend war auch eine Schlange, die an der Wasseroberfläche an uns vorbeigezogen ist. Versteckt an einem Waldstück stießen wir auf einen alten Steg, der wie ein Floß festgebunden war. Dort mussten wir zwar auch wieder durch etwas Schlamm hindurch, doch immerhin ging es endlich ins Wasser. Tipp für das nächste Mal: Neben der Brücke die über den See geht parken und von der Brücke springen. Und was uns noch gewundert hat war: Es gibt Schilder, auf denen der Ort als Ruheort gekennzeichnet ist, wo man mit dem Auto langsam fahren muss. Ein lautes Motorboot mit Wasserskier ist davon scheinbar nicht betroffen.

WeissenseePano


Station 7: Der Millstätter See um 17:15 Uhr

Eine kurze Zwischenstation war der Millstätter See, man parkte etwas abseits und kletterte an einer Wiese hinunter ins Wasser. Eine Ratte versteckte sich gerade unter ein paar Steinen, Schwäne (die Raudies der Seen) schwammen vorbei. Mit der Zeit im Kopf ging es bald weiter.

MillstaetPano


Station 8: Der Afritzer See um 18:20 Uhr

Wir passierten den Feld See, welcher bereits sehr einlandend aussah, um den daneben liegenden Afritzer See zu erreichen. Dieser war ein See nach unserem Geschmack! Eine Parkbucht neben der Straße war gleich gefunden, ein paar Schritte und man konnte von einer Wiese direkt ins Wasser. Die Sonne verschwand bereits etwas hinter den Hügeln. Es war eine kleinerer, aber sehr schöner See, den man nur empfehlen kann. Ein Boot zog noch seine Runden, wenige Menschen waren noch vor Ort und wir tauchten im erfrischendem Wasser unter.

AfritzerseePan


Station 9: Der Ossiacher See um 18:50 Uhr

Aus der gewonnen Erfahrung fuhren wir gleich ans Südufer, suchten dort nach einer guten Stelle – doch es war auf die Schnelle kaum etwas zu finden. Da die Strandbäder nur bis 19:00 Uhr geöffnet haben, drückten wir uns an den Leuten hindurch die das Strandbad gerade verlassen haben und konnten erstmals von einem echten Steg – sogar von einem Sprungbrett – ins Wasser springen. Die Sonne war nicht nur hinter einem Hügel versteckt – von zwei Himmelsrichtungen kamen immer mehr Wolken auf, dunkel und gewittrig – auf die Ferne waren bereits Blitze erkennbar. Und das vor unserer letzten Station! Die Hoffnung war jedoch, dass der nächste und letzte See noch fast 60 Kilometer entfernt war.

OssiachPano


Station 10: Der Längsee um 19:50 Uhr

Wie bereits geahnt, kamen wir vor Feldkirchen in Kärnten in ein heftiges Gewitter, bald lagen Äste auf der Straße und kleine Hagelkörner knallten aufs Auto. Wir suchten neben der Straße Schutz unter einem Vordach einer Firma, der Regen war zeitweise so heftig, dass Kanaldeckel vom Wasser hochgehoben wurden. Nachdem wir weiter fahren konnten, kamen wir in Feldkirchen wieder in einen starken Regen, in einer etwas komplizierten Umleitung fanden wir endlich wieder den Weg aus der Stadt und schon bald trafen wir auf St. Georgen am Längsee. Zwar hatte es hier auch geregnet und abgekühlt, dafür konnten wir geradewegs in ein leeres Strandbad spazieren und einen gemütlichen, letzten Sprung ins Wasser angehen. Scheinbar ist der See auch nur über die eine Seite vernünftig erreichbar. Es war ruhig und entspannt, wir freuten uns aber bereits auf das Grillen auf der Terrasse!

LaengPano


Abschließen waren wir froh das gemacht zu haben. Natürlich ist das nichts für die, die gerne den ganzen Tag in der Sonne liegen. Doch wenn man mal was erleben will und nur einen Tag Zeit hat, dann kann man sich schnell eine Route zusammenstellen und dabei viel sehen und erleben. Die Landschaft ist wunderschön, die Seen haben alle etwas besonderes an sich und nicht zu vergessen ist, dass wir das alles „vor der Haustüre“ haben.

Dann hoffen wir, dass man so manch anderen Motiviert hat und, dass bald Nachahmer gefunden werden. Nicht vergessen den Hashtag #tenlakestour zu verwenden, dann können wir alle euch begleiten und sehen, welche Tour ihr euch ausgesucht habt. Viel Spaß dabei!

Instagram: #tenlakestour