7. März 2014

The Yellow Sky

SHORTFILM über die Liebe – und was sie mit sich bringen kann


“Liebe hat viele Facetten. Leider auch negative.”

Inhalt:
Sieben Charaktere die direkt und indirekt miteinander zu tun haben. Darunter zwei Pärchen, die gerade dabei sind die Beziehungen zu beenden und dazwischen Bernhard, der eigentlich nichts anderes will, als eine nette Frau finden. Es geht um die nicht so schönen Seiten von Liebe, Karriere und wie man oft andere Menschen beeinflusst, obwohl man das gar nicht erahnen kann.

Mit:
Martina Ebm, Boris Alexander Popovic, Martin Oberhauser, Lisa Schrammel, Miriam Fontaine, Jasmin Shahali & Markus Allram


Der komplette Kurzfilm:


Der offizielle Trailer:


Die Produktion:

“Es war mir wichtig einen Film zu schaffen, indem vieles vorkommt, was mich und meine Mitmenschen über die letzen Jahre beschäftigt hat. Natürlich wurde an allen Ecken und Enden noch ein wenig gezogen, um diese Themen etwas überspitzt in eine Filmform zu bekommen, dafür hat man auch sehr viel Inhalt, in so kurzer Spielzeit”

Begonnen hat die Produktion etwa im Februar 2013. Nachdem Regisseur Stefan E. Krenn sich wieder auf seinen nächsten Kurzfilm konzentrierte. “Ich wollte eine Geschichte, die sich mit mehr als nur einem Thema beschäftigt. Wieder bin ich auf das Thema ‘Liebe’ gekommen, jedoch dieses Mal in einer Form, die weder lustig noch all zu schön war. Dafür überraschend alltäglich in ihrer Grundform.”

Die Story an sich stand nach wenigen Stunden, der erste Entwurf war bereits so weit, dass es kaum mehr Überarbeitung gab. Charaktere wurden zum besserem Verständnis nach Stereotypen geschrieben die man kennt und in die man sich als Zuseher schneller einlassen kann. Die einzelnen Szenen wiederum wurden nach Stichworten geschrieben – Eifersucht, Betrügen, Lügen – all die schönen Stichwörter, die das Beziehungsleben spannend, aber natürlich auch auch schwierig machen.

Der Film stand unter anderem auch im Zeichen von Text und Dialog: Waren viele der vorherigen Filme oft nur durch Musik und Geräusche geprägt, so wird nun der Großteil des Films gesprochen. Diese Ausrichtung war bereits in der Phase des Schreibens zu spüren, da sehr viel Wert auf jedes Wort und jeden Satz gelegt wurde. Wichtig ist dabei, immer einen flüssigen und gut sprechbaren Text zu schreiben, den die Schauspieler zwar noch anpassen können, aber nicht notwendigerweise. Theatralik findet man dennoch in manchen Sätzen – sonst tut man sich auch schwer, das echte Leben in wenige Sätze zu verpacken.


Das Casting:

Die gesamte Prozedur um das Casting war gänzlich anders angelegt, als man das kennt. Anstatt an ein oder zwei Tagen so viel Schauspieler wie nur möglich an einen Ort zu bekommen, platzierte man das Casting-Ausschreiben gezielt auf Facebook und legte alles auf ein Mail-Casting an. Die fast 100 Bewerbungen wurden auf die jeweiligen Rollen aussortiert, danach maximal 2-3 Personen pro Rolle eingeladen. Dadurch konnte man am Casting gänzlich anders arbeiten – erheblich mehr Zeit für den einzelnen Schauspieler, eine entspannte Atmosphäre und gleichzeitig bereits eine kleine Rollenvorbereitung.

Man konnte in Ruhe gegenlesen, die Rollen besser besprechen, Variationen ausprobieren und auch mit den Schauspielern auf persönlicher Ebene reden. Das war für uns – aber auch für viele Schauspieler – eine ganz neue Erfahrung, die sich durchaus bereits bewährt hat. Leonarda Lerch, eine Schauspielerin aus früheren Projekten, hat uns übrigens beim Anspielen der Schauspieler unterstützt.


Die Pre-Produktion:

Die Pre-Produktion war aufgrund des Aufwandes überschaubar. Von Anfang an stand fest, dass man mit zwei Drehtagen auskommen werden wird, die Proben mit den Schauspielern wurden – wenn möglich – schon so angelegt, dass man die Spielpartner zusammen hatte. Außerdem war durch das etwas andere Casting viel weniger Rollenarbeit nötig, da die Schauspieler gleich ein Bild der Rolle zur Probe mitgebracht haben. Somit konnte man sich gleich auf weitere Details der Rolle und Story werfen.

Als der Drehplan feststand war klar, dass es zwei harte Drehtage werden. Man teilte die Szenen nach Innen- und Außendreh auf und es kam einem auch entgegen, dass die Locations für den Innendreh, komplett in einem Haus waren. Für die Außendrehs war man noch etwas in Wien unterwegs und fand mit etwas Hilfe eine tolle Dachlocation im 18. Bezirk, wo man schlussendlich auch drehte – hier noch ein 360 Grad Bild von der Besichtigung.


Der Dreh:

Man traf sich am ersten Tag und begann mit der ersten Szene. Wie es sein sollte. Viele meinten, es war irgendetwas anders als sonst. Die Lösung war: Es verlief alles sehr reibungslos und schnell. Als man die erste Szene dann vor der geplanten Zeit fertig hatte, keiner gestresst oder in Zeitdruck war, schien der aufgebaute Plan aufzugehen: Jedoch auch nicht ohne Kompromisse. Nur zwei Drehtage und 16 Drehbuchseiten – Budget bedingt. Der Kompromiss sah so aus, dass man sich gegen jegliches Kamerastativ entschied und so wenig Licht wie nötig verwendete. Die knapp 50% Außendrehs kamen auch noch dem Zeitplan entgegen.

SONY DSCErst am Abend des ersten Tages kam es zu etwas Verzögerung, da man in der letzten Location – dem Badezimmer – doch noch ein aufwändigeres Lichtsetting aufbauen musste – auf sehr kleinem Raum. So baute man um die Schauspielerin Lisa Schrammel ein Gebilde aus Scheinwerfern und Reflektoren auf, um sie noch ins rechte Licht zu rücken.

Der zweite Tag war durchgehend im Freien. Der Wetterbericht war nicht ganz genau und am Tag davor hatte es noch stark geregnet. Als wir nun an der ersten Location ankamen, blitzte uns die Sonne entgegen. Glück gehabt! Die durchziehenden Wolken waren mal gut, mal schlecht – vor allem zwecks wechselnder Lichtsituationen, die man aber erst in der Post-Produktion richtig merken wird.

SONY DSCAm Nachmittag waren wir gerade am Dach im 18. Bezirk und es hat etwas geregnet. Nicht viel, jedoch war das Glück im Unglück, dass die Kombination aus Regen, Wind und Sonne uns ein wahnsinniges Wolkenpanorama geschenkt hatte. Leider drehte sich bis zur nächsten und somit letzten Szene das ganze noch etwas. Zur Mittagspause entschied man in eine Pizzeria zu gehen, da es zu regnen begann und für die nächsten 1,5 Stunden auch nicht stoppte.

Notgedrungen suchte man nach einer Lösung – ein Kollege präsentierte uns glücklicherweise die Möglichkeit, die Szene von der Straße in einen Hausgang Richtung Straße zu verlegen. So waren wir vorerst vor Regen geschützt. Die Regie drehte die Szene etwas um und man entschied sich für einen One-Take der beinahe kompletten Szene – jedoch auch von zwei Seiten. Auch wenn das im fertigen Film nicht zu sehen ist, es sollte aber auch die Arbeitsgeschwindigkeit noch weiter erhöhen, da man bereits Probleme mit dem Licht bekam. Mit etwa 1,5 Stunden Verzögerung (Hauptsächlich durch den Regen, natürlich), wurden die Dreharbeiten am zweiten Tag dennoch erfolgreich abgeschlossen.


Die Post-Production

Nach all dem Drehen und Vorbereiten kam es nun in die letzte Phase – und diese dauerte doch etwas länger, als eigentlich geplant. Zwar gab es keinen genauen Zeitplan, aber aus der Fertigstellung im Herbst/Winter 2013 wurde Frühling 2014.

Vorerst wurde das Material auch nur mal gesichert und nicht berührt – nach den langen Tagen und Wochen brauchte man einfach etwas Abstand. Man begann im Juni 2013 offiziell mit dem Schnitt, welcher sich im Endeffekt auch noch etwas vom Drehbuch entfernte. Es gab etwa 5 Schnittversionen, als man sich entschied, die drei Szenen am Ende ineinander zu schneiden – im Drehbuch war das alles nacheinander erzählt. Um das ganze noch straffer zu ziehen, schnitt man viele der Dialoge noch weiter zusammen, kürzte die Szenen auf das Nötigste und trieb damit die Spannung bis zum Schluss weiter hoch. Insgesamt gab er dann bis zum Ende hin noch zwei weitere Schnittversionen.

Es war das erste Mal, dass man eigens komponierte Musik verwendete – es stellte sich aber schnell als willkommene, weitere Ebene der Geschichtenerzählung heraus. Der Komponist Michael Johannes Richter sorgte dafür, dass sich der Film bis zum Ende hin nach Hoffnung anfühlt. Ein wunderbarer Kontrast zur eigentlichen Story.

Zwar war man bis Ende 2013 fast bereit für die Premiere, die Color Correction, Ton und auch Effekte nahmen aber doch noch etwas Zeit in Anspruch. Bis zum geplanten Premierentermin am 7. März 2014 wurde aber alles fertig.

Nach einem knappen Jahr – am 14. Februar 2015 – war die Online Veröffentlichung.


Hintergrund:

Filmplakat
The YellowSky – Filmplakat

Buch & Regie: Stefan E. Krenn

Produktion: Carina Antl; Produktions Assistenz: Yu Guo Kamera: Johannes Höß; Kamera Assistenz: Jakob Grasböck Licht: Dorian Frey; Ton: Michael Zweimüller; Ausstattung: Jolin Puthenpurackal Musik: Michael Johannes Richter Plakat, Effekte & PostPro: Luxam Entertainment Länge: 15:35 M:S;  FullHD 2.35:1, 5.1 & Stereo Drehort: Wien/Österreich; Drehtage: 11 & 12 Mai 2013 Produktionszeit: April 2013 bis ~ Februar  2014 Kamera: Sony FS700 inkl. Samurai Recorder

Copyright © 2014 by Stefan E. Krenn. All rights reserved.

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